Als ich die erste Male wählen durfte, gab es Politiker wie Strauß, Wehner, Brandt und Schmidt. Jeder stand für etwas, jeder war eine Persönlichkeit. Das konnte man mögen oder eben auch nicht.
Das hat sich geändert. Heute richteten sich Politiker nach dem vermeintlichen Wählerwillen und sind damit "fast" austauschbar. Zudem ändern sie mit dem Wählerwillen auch ihre Position. Niemand weiß mehr, wen oder was er wählt. Beste Beispiele sind Marcus Söder, der den Atomausstieg forderte und gegen das von der CDU beschlossene Abschalten der Anlagen wetterte. Oder Friedrich März, der glaubt mit Positionen der Rechten diese zu halbieren.
Helmut Schmidt forderte in seinen Reden unermüdlich, dass Politiker den Mut haben müssen, den Bürgern die unbequeme Wahrheit zu sagen und sie mit Sachverstand von rationalen Notwendigkeiten zu überzeugen. Heute meinen Politiker sich mit den dümmsten in unserer Gesellschaft gemein machen zu müssen, nur um Mehrheiten zu generieren.
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