Natürlich schürt es Unmut, wenn Menschen ohne Zutun zu viel Geld kommen. Im Prinzip bin ich dafür, solche Gelder zu besteuern. Dagegen angeführt wird, dass Geld dann flüchtet oder Unternehmen konkurs gehen. Das ist nachvollziehbar. Deshalb möchte ich Erbschaftssteuer neu denken.
Eigentum in privater Hand ist in der Regel das, was unseren Staat voranbringt. Und es ist mir deutlich lieber, dieses Vermögen liegt in privater Hand, als bei irgendwelchen Fonds. Die Erfahrung meines Berufslebens: Unternehmer tragen Verantwortung, Manager interessiert nur der Profit. Ausnahmen gibt es in beiden Gruppen.
Vererbtes Vermögen kann drei Wege gehen:
- Es wird privat genutzt,
- es wird geparkt oder
- es steckt in Unternehmen.
Alles Geld, das in Unternehmen steckt, nutzt der Gesellschaft. Solange es in den Unternehmen bleibt, sollten wir es nicht besteuern. Damit bringen wir Arbeitsplätze in Gefahr. Das wäre kontraproduktiv.
Wenn der Erbe nichts mit seinem Vermögen anfangen kann und es bei Banken, in Fonds, in Imoblien etc. parkt oder es privat verbraucht wird, muss es hoch besteuert werden. Gleiches gilt für Gewinne, die ausgeschüttet werden. Wirklich steuerfrei soll nur produktives Geld bleiben. Es darf keine Schlupflöcher und keine Fristen geben, zu denen Steueransprüche verfallen.
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