Steuern neu denken

Steuern neu denken

In den meisten Ländern steigt der Steuerprozentsatz mit zunehmendem Einkommen. In Deutschland nicht. Dafür haben wir eines der kompliziertesten Steuersystem weltweit. Können wir das neu denken?

Wir können feststellen, dass es das perfekte und gerechte Steuersystem nicht gibt. Gerichte haben dem Staat zwei Werte vorgeschrieben. Einmal das Mindesteinkommen, heute Grundsicherung, und den Wert, ab dem Steuern erhoben werden dürfen. Der liegt bei etwa 1.000 € monatlich für eine Einzelperson. Neben dem Einkommen, nicht bei Grundsicherung, gibt es staatliche Zuschüsse wie Wohngeld, Kindergeld und vieles mehr.

Heut ergibt sich eine Grafik, die ganz grob so aussieht:

heute

Für die Transferleistungen brauchen wir unmengen an Sachbearbeitern in den Behörden. Das zu verwalten dürfte Milliarden kosten und es ist so kompliziert, dass niemand überall durchsteigt. Das kann man einfacher regeln. Jeder bekommt Grundsicherung und darf verdienen, was er will. Die nachgelagerte Versteuerung sorgt dafür, dass (fast) alle das gleiche wie heute verdienen. Die berechnung kann automatisiert erfolgen. Finanzbeamte brauchen wir nur nocht zur Kontorlle.

Daraus ergibt sich eine Grafik, die ganz grob so aussieht:

heute

Daran dürfte niemand etwas auszusetzen haben, bis auf die Verwaltungsmitarbeiter, die einen neuen Job brauchen ;-)

Das Steuersystem hat heute schon zwei Schwachstellen, die man bei einer Umstellung mitdenken könnte. Wer arbeitet spührt eine Verbessung seines Einkommens im Niedriglohnsektor nicht. Das muss sich ändern. Wer sehr, sehr viel verdient, profitiert von einem vergleichsweise niedrigen Steuersatz. Der ist selbst in der Schweiz etwa 10 % höher und kein Millionär ist deshalb weggelaufen. Diese zwei Schnittstellen könnte man anpassen.

heute

Für die, die überhaupt nicht arbeiten wollen, könnte man eine Kürzung der Grundsicherung beibehalten. Nach Auskunft der Jobcenter sind das so wenige Menschen, dass man efiziente Wege finden muss, mit dieser Problematik umzugehen. Es ist eine Verschwendung von Arbeitskraft, wenn man 3,9 Millionen Menschen unter Generalverdacht stellt und überwacht, nur weil etwa 15.000 (0,4%) nicht arbeiten wollen.

 

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